Das Graduiertenkolleg lädt das Netzwerk „Theorie und Methode evangelischer Schriftbindung“ vom 23. bis 25. Juni 2017 zu einem gemeinsamen Workshop zum Thema der Autorität und Rezeption der Schrift ein. Der Workshop fokussiert zum einen die Frage nach Autorität und Rezeption und zum anderen die Spannung von Exklusivität und Interpretationsbedürfigtkeit der biblischen Texte: Das Verständnis der Bibel als „heiliger Schrift“ oder „Schrift“ setzt einen autoritativen Anspruch der untersuchten Texte voraus. Dieser wird durch die Kanonisierung zum Ausgangspunkt theologischer Selbstverständigung, wodurch die Frage nach der „Aneignung“ dieser Autorität entsteht, bzw. die Frage, ob diese nicht letztlich den Kanon immer wieder neu konstituiert. „Autorität und Rezeption“ stehen in einem Spannungsfeld, welches den relationalen Charakter der Schriftbindung zwischen den Relaten der Schrift und ihren Rezipienten beschreibt. Der Begriff der Bindung lässt dabei die Frage offen, ob diese Bindung von der Schrift selbst oder von den Rezipienten ausgeht, wer also die Autorität konstituiert.

Workshop zum Thema der Autorität und Rezeption der Schrift